Rasenkrankheiten

Rasenkrankheiten

Sonstige Pilze, die sporadisch im Rasen auftreten können, ohne direkte Schäden zu verursachen

 

Hinweise zu Hutpilzen im Rasen

Hutpilze im Rasen sind eine natürliche Erscheinung. Rasen und Hutpilze leben nun einmal zusammen. Diese Pilze gibt es genauso auf Fußball- und Golfplätzen.

Die Pilze ernähren sich von Mähgutresten und altem Humus im Boden und sind ungiftig. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Biologie an diesem Standort stimmt.

Wir, als Produzent von Rollrasen, müssen rückstandfreien Rasen ohne Chemikalien liefern. Pilzsporen, ausgewachsene Pilze, sowie Pilzmycel sind jedoch nur durch eine Spritzung zu bekämpfen. Doch wir können keinen gespritzten Rasen in den Handel bringen.

Im Privatgarten sind zur Zeit sind keine Spritzmittel zugelassen. Eine Bekämpfung ist daher nicht möglich.

Im Übrigen ist dieses Jahr ohnehin ein witterungsbedingtes „Pilzjahr“. Dies kann im nächsten Jahr wieder ganz anders sein. Wir denken, man sollte dies als eine natürliche Erscheinung akzeptieren und lieber einen chemiefreien Rasen im Garten vorziehen.  

Matthies Landwirtschaft

AlgenAlgen 2

Algen in Rasenflächen

 

In Rasenflächen können sich besonders unter längeren feuchten Bedingungen Algen an der Bodenoberfläche ansiedeln. Hierbei handelt es sich zumeist um Blaualgen (Cyanobakterien) und/oder Grünalgen (Chlorophyta).

blattfleckenblattflecken

Blattflecken (Drechslera spp.; Curvularia spp.; Bipolaris spp.)

(Quelle:Diagnose – und Therapiehandbuch Eurogreen)

hexenringehexenringe

Hexenringe (u.a. Marasmius oreades ) (Quelle: Eurogreen Diagnose- und Therapiehandbuch

Hexenringe gehören zu den bodenbürtigen Schadpilzen. Es sind über 50 Arten von Hexenringen bekannt. Die Pilze leben vorwiegend im Rasenfilz oder im Boden und warten dort auf für sie optimale Entwicklungsbedingungen.

Pythium-FaeulePythium-Faeule

Pythium – Fäule (Quelle: Diagnose – und Therapiehandbuch Eurogreen)

Hinter dem Begriff Pythium Fäule verbergen sich diverse Krankheitsbilder, die in Abhängigkeit zum Alter der Rasenfläche stehen. Allgemein gesehen handelt es sich hierbei um eine Erkrankung, die vor allem Gräser mit geringer Vitalität befällt (Stresskrankheit). Aus diesem Grund tritt Pythium häufig als Folgeinfektion von Trockenschäden auf. Bei günstigen Umweltbedingungen kann es zu einer schnellen und großflächigen Ausbreitung kommen. Zum einen werden infizierte Pflanzenteile verschleppt, zum anderen werden Pilzsporen mit Oberflächenwasser verbreitet.

RotspitzigkeitRotspitzigkeit


Rotspitzigkeit (Corticium fuciforme)

(Quelle: Diagnose - und Therapiehandbuch Eurogreen )

Die Rotspitzigkeit ist eine altbekannte Rasenkrankheit, die weltweit anzutreffen ist. Da die Mindesttemperaturen für eine Infektion bei 5 °C und die Höchsttemperatur bei 30 °C liegen, ist ein nahezu ganzjähriger Befall möglich. Die Schäden sind in der Regel jedoch gering, da es nur selten zu einem Stängel – oder Blattbefall kommt.

SchneeschimmelSchneeschimmel

Schneeschimmel ( Microdochium nivale ) ( Quelle: Diagnose – und Therapiehandbuch Eurogreen)

 

Obwohl der Name Schneeschimmel eine andere Deutung zulässt, ist er keine echte Winterkrankheit und weder an Schnee noch an Frost gebunden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und kühler Witterung ( Temperaturoptimum 8 ° C ) kann die Infektion beinahe ganzjährig erfolgen. Lediglich Temperaturen 20 ° C inaktivieren den Erreger. Bei Temperaturen von 3 ° C ist Schneeschimmel der wichtigste Krankheitserreger auf Rasen.

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