
Wer einen neuen Rasen plant, steht früher oder später vor der gleichen Frage: Rollrasen verlegen oder Rasen selbst aussäen?
Beide Wege führen zu einem Rasen, aber sie unterscheiden sich deutlich in Kosten, Zeit, Aufwand und Risiko und eventuell Dichte. Dieser Leitfaden hilft Ihnen bei der Entscheidung. Sie erfahren, was jeden Weg ausmacht, welche Methode zu welchem Garten passt und welche 6 Fragen Ihre Wahl deutlich leichter machen.
Wir setzen in diesem Vergleich voraus, dass Sie eine leere Fläche neu anlegen, also keinen alten Rasen entfernen müssen.
Kurze Antwort:
Rollrasen passt, wenn Sie schnell einen nutzbaren, sofort grünen Rasen möchten und bereit sind, dafür mehr zu investieren. Nach der Verlegung ist der Rasen sofort betretbar, nach wenigen Wochen ist die Fläche voll belastbar. Rasensaat passt, wenn Sie Zeit, Geduld und ein kleineres Budget haben und einige Monate intensive Anfangspflege nicht scheuen. Beide Wege führen zu einem dauerhaft schönen Rasen. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Garten, Ihrem Zeitplan und Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer Mühe ab.
Zeit bis zum nutzbaren Rasen: Rollrasen: wenige Wochen | Rasensaat: mehrere Monate
Kosten pro Quadratmeter: Rollrasen liegt meist beim 5- bis 10-fachen der reinen Saatkosten
Mögliche Verlegezeit im Jahr: Rollrasen: nahezu ganzjährig (außer bei Frost) | Rasensaat: Frühjahr und Spätsommer
Risiko des Misslingens: Rollrasen: sehr gering | Rasensaat: moderat (wetter- und pflegeabhängig)
Aufwand bei der Umsetzung: Rollrasen: hoher Initial-Aufwand, danach wenig | Rasensaat: niedriger Initial-Aufwand, danach hoher und längerer Pflegeaufwand
Ideal für: Rollrasen: Familien mit schnellen Anforderungen | Rasensaat: geduldige DIY-Gärtner und größere Flächen

Wo liegt der Unterschied zwischen Rollrasen und Rasensaat?
Auf den Punkt:
Rollrasen ist fertig gewachsener Rasen, der als Rolle vom Feld geliefert und wie ein Teppich verlegt wird. Rasensaat ist Saatgut, das auf der vorbereiteten Fläche ausgebracht wird und dort über Wochen und Monate zu einem fertigen Rasen heranwächst. Der Unterschied im Ergebnis ist bei angemessener Mühe gering. Der Unterschied im Weg dorthin ist groß.
Beide Wege beginnen mit der gleichen Vorbereitung des Bodens: lockern, von Steinen befreien, ebnen, mit den richtigen Nährstoffen versorgen. Danach trennen sich die Wege.
Beim Rollrasen wird die ausgewachsene Grasnarbe als zusammenhängender Teppich ausgerollt. Schon nach dem Verlegen sieht der Garten fertig aus. Innerhalb weniger Wochen verwurzelt der Rollrasen mit dem Boden und ist voll belastbar.
Bei der Rasensaat wird das Saatgut ausgebracht und hat einen langen Weg vor sich: keimen, anwurzeln, sich dicht entwickeln, robust werden. Die ersten Halme zeigen sich nach etwa zwei Wochen, ein voll belastbarer Rasen entsteht erst nach mehreren Monaten und einer ersten Vegetationsperiode. Die Beikrautentfernung ist nötig, bis der Rasen zu einer dichten Fläche geworden ist.

Wann ist Rollrasen die richtige Wahl?
Klare Empfehlung:
Rollrasen lohnt sich besonders, wenn Zeit, Sofortwirkung und ein planbares Ergebnis wichtig sind. Wer Kinder, Hunde oder einen Garten hat, der schnell genutzt werden soll, ist mit Rollrasen meist besser bedient. Auch beim Hausverkauf oder Vermieten zahlt sich der sofort fertige Rasen aus, weil er das gesamte Grundstück aufwertet.
Die größten Stärken von Rollrasen
- Sofortige Wirkung: Der Garten sieht direkt nach dem Verlegen fertig aus. Keine Wartezeit, kein Zwischenstadium mit halbgrünem, ungleichmäßigem Wuchs.
- Schnelle Nutzbarkeit: Bereits nach wenigen Wochen ist der Rasen voll belastbar. Für Familien mit kleinen Kindern, Hundebesitzer oder Sportgärten ist das oft das entscheidende Argument.
- Geringes Risiko: Der Rollrasen ist schon ausgewachsen. Wetter, Vögel, Unkrautdruck und Bewässerungsfehler in der Keimphase fallen weg. Bei richtiger Verlegung und Anwuchspflege ist das Ergebnis nahezu garantiert.
- Nahezu ganzjährig möglich: Rollrasen kann das ganze Jahr über verlegt werden, solange der Boden nicht durchgefroren ist. Auch im Sommer oder im milden Winter geht das.
- Sofortiger Erosionsschutz: Auf Hängen oder bei abschüssigen Flächen verhindert die fertige Grasnarbe sofort das Wegspülen des Bodens bei Regen. Saat würde hier leicht weggeschwemmt.
- Weniger Unkrautdruck: Der fertige Rollrasen ist dicht und gibt aufkeimendem Unkraut wenig Chance. Bei Saat keimt Unkraut parallel mit den Gräsern und konkurriert um Licht und Nährstoffe.
Wann Rollrasen weniger sinnvoll ist
Rollrasen ist deutlich teurer als Saat, vor allem bei größeren Flächen. Wer ein knappes Budget hat oder eine sehr große Fläche begrünen möchte, kommt mit Rasensaat günstiger weg. Auch wer Gärtnern gern selbst macht und das Wachstum aus dem Samen heraus miterleben möchte, ist mit der Saat-Methode emotional oft besser bedient.
Profitipp: Rollrasen ist nicht teurer als gedacht
Bei vielen Kunden gilt der erste Reflex: Rollrasen ist viel zu teuer. Wenn man aber Aufwand, Pflegezeit, Risiko und Wertsteigerung des Grundstücks rechnet, relativiert sich der Mehrpreis schnell. Eine Familie, die mehrere Wochen Urlaub nutzt, um Saatgut zu pflegen, hat hohe Opportunitätskosten.

Wann ist Rasensaat die richtige Wahl?
Direkt gesagt:
Rasensaat lohnt sich, wenn das Budget begrenzt, die Fläche groß und die Geduld vorhanden ist. Wer in Eigenleistung arbeitet, mehrere Wochen intensive Pflege einplanen kann und das Entstehen des Rasens aus dem Samen heraus miterleben möchte, ist mit Saat oft glücklich.
Die größten Stärken von Rasensaat
- Deutlich günstiger pro Quadratmeter: Die reine Saat kostet einen Bruchteil des Rollrasens. Bei großen Flächen macht das mehrere hundert oder tausend Euro Unterschied.
- Eigenleistung möglich: Wer gern selbst gärtnert, kann die gesamte Anlage in Eigenregie machen. Das spart Kosten und ist für viele Hobbygärtner ein eigener Wert.
- Bessere Anpassung an unebene Flächen: Bei Flächen mit vielen Rundungen, Kanten oder schwer zugänglichen Stellen ist die Saat oft einfacher zu handhaben als das Zuschneiden vieler Rollrasen-Stücke.
- Lernerfahrung: Der Weg von der nackten Erde bis zum dichten Rasen ist für viele Menschen ein befriedigender Prozess.
Wann Rasensaat weniger sinnvoll ist
Rasensaat braucht Zeit, Pflege und das richtige Wetter. Wer den Rasen schnell nutzen muss, wer keine Zeit für mehrere Wochen tägliche Bewässerung hat oder wer im Hochsommer beziehungsweise im Winter anlegen möchte, ist mit Saat schlecht beraten. Auch auf Hängen, in stark frequentierten Vorgärten oder auf Flächen mit hohem Unkrautdruck ist das Risiko des Misslingens hoch.

Kosten, Zeit und Aufwand im direkten Vergleich
Worauf es ankommt:
Rollrasen und Rasensaat sind in den reinen Materialkosten weit auseinander. Rollrasen liegt pro Quadratmeter meist beim fünf- bis zehnfachen der reinen Saatkosten. Beim Aufwand sieht das anders aus: Rollrasen ist in der Verlegung intensiv, danach pflegearm. Rasensaat ist beim Aussäen einfach, aber in den ersten Monaten extrem pflegeintensiv. Wer Stunden ehrlich rechnet, kommt manchmal zu einem anderen Bild als beim ersten Kostenvergleich.
Materialkosten
Beim Rollrasen liegt der Hauptkostenpunkt im fertigen Produkt selbst. Pro Quadratmeter rechnen Kunden in den meisten Hamburger Gärten mit einem mittleren bis höheren einstelligen Euro-Betrag, abhängig von der gewählten Sorte und der Bestellmenge. Hinzu kommen Lieferkosten und die Bodenvorbereitungsprodukte.
Bei der Rasensaat liegen die Saatkosten weit darunter. Hinzu kommen die gleichen Bodenvorbereitungsprodukte und einmalige Anschaffungen wie ein Streuwagen oder eine Rasenwalze. Die meisten Werkzeuge bleiben Ihnen für künftige Pflege und Nachsaat erhalten.
Zeit bis zum nutzbaren Rasen
Rollrasen ist nach wenigen Wochen voll belastbar. Direkt nach dem Verlegen ist der Garten optisch fertig und vorsichtig betretbar. Innerhalb einer kurzen Anwuchsphase wächst die Sode mit dem Boden zusammen.
Rasensaat braucht deutlich länger. Die ersten Halme zeigen sich nach etwa zwei Wochen, ein erster Mähschnitt erfolgt nach vier bis sechs Wochen. Voll belastbar im Sinne von Familienspielwiese ist der Rasen meist erst nach mehreren Monaten. Wer im Frühjahr sät, kann den Rasen meist erst im Spätsommer oder Herbst entspannt nutzen.
Aufwand und Pflegezeit
Beim Rollrasen liegt der Hauptaufwand auf wenigen Tagen: Boden vorbereiten, Rasen anliefern lassen und innerhalb von 24 Stunden verlegen. Danach folgt eine Anwuchszeit mit regelmäßiger, aber überschaubarer Bewässerung. Nach dieser Phase ist die Pflege identisch mit der eines normalen Rasens.
Bei der Rasensaat verteilt sich der Aufwand über mehrere Wochen. Die Aussaat selbst geht schnell. Anschließend folgt eine Phase intensiver, oft täglicher Bewässerung, in der die Saatfläche nie austrocknen darf. Wer in dieser Zeit eine Urlaubsreise plant oder beruflich stark eingespannt ist, riskiert das Ergebnis.
Risiko des Misslingens
Rollrasen scheitert nur selten, wenn der Boden ordentlich vorbereitet ist und die Anwuchsbewässerung stimmt. Das Produkt ist bereits ausgewachsen und stabil. Rasensaat dagegen ist witterungs-, vogel-, unkraut- und pflegeabhängig. Bei einem Hitzeschub, einem starken Regen oder schlicht versäumter Bewässerung kann ein großer Teil der Keimlinge verloren gehen. Das Risiko ist real und sollte in die Entscheidung einfließen.

Sechs Fragen, die Ihre Entscheidung leichter machen
Wenn die Vor- und Nachteile beider Wege nicht reichen, helfen die folgenden sechs Fragen weiter. Beantworten Sie jede für Ihren Garten und Ihre Lebenssituation. Am Ende zeigt sich meist klar, welcher Weg passt.
Frage 1: Wie schnell brauchen Sie einen nutzbaren Rasen?
Wer den Garten in vier Wochen für ein Sommerfest, einen Kindergeburtstag oder die Hundetrainingsstunde nutzen möchte, hat keine Wahl: das geht nur mit Rollrasen. Wer Zeit hat, kann säen.
Frage 2: Welches Budget steht zur Verfügung?
Rechnen Sie für Ihre Fläche beide Varianten konkret durch. Bei sehr kleinen Flächen ist der absolute Preisunterschied gering. Bei größeren Flächen (ab etwa 200 Quadratmeter) wird die Saat-Variante deutlich günstiger und der Kostenfaktor wichtiger.
Frage 3: Welche Jahreszeit ist gerade?
Rollrasen geht das ganze Jahr außer bei Dauerfrost oder Starkregen. Rasensaat funktioniert verlässlich nur im Frühjahr und im Spätsommer bis Frühherbst. Wer im November einen neuen Rasen anlegen möchte oder im Hochsommer in der Hitze, hat bei Saat fast keine Chance.
Frage 4: Wie viel Zeit können Sie in den ersten Wochen investieren?
Die ersten Wochen nach der Aussaat sind pflegeintensiv. Tägliche Bewässerung, manchmal mehrfach täglich bei warmem Wetter, ist Pflicht. Beim Rollrasen ist die Anwuchsbewässerung wichtig, aber zeitlich überschaubarer.
Frage 5: Wie sieht die Fläche aus?
Auf Hängen, in stark frequentierten Vorgärten oder auf Flächen mit hohem Unkrautdruck ist Rollrasen klar im Vorteil. Bei großen, ebenen Flächen mit guter Witterung und keiner Eile ist Saat eine gleichwertige, oft günstigere Alternative.
Frage 6: Wie risikobereit sind Sie?
Wer Sicherheit braucht und ein planbares Ergebnis möchte (etwa weil das Grundstück verkauft oder vermietet werden soll, oder weil Sie die Verzögerung nicht riskieren können), wählt Rollrasen. Wer eine kleine Wahrscheinlichkeit eines Teilversagens akzeptieren kann und gegebenenfalls bereit ist nachzubessern, kann Saat wählen.

Was Sie beim Rasensaat-Weg brauchen
Wenn Sie sich für den Rasensaat-Weg entscheiden, brauchen Sie das passende Saatgut für Ihren Standort, das richtige Werkzeug zur gleichmäßigen Verteilung und einen Schutz für die frisch ausgebrachten Samen. Die detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Mengen, Zeitpunkten und Werkzeugen finden Sie in unserer Saat-Anleitung. Hier konzentrieren wir uns auf die Produkte, die Sie für diesen Weg benötigen.
Die passende Saatgut-Mischung für Ihren Garten
- Rasensaat “Multi” Spiel- und Freizeitrasen: Robuste Universalmischung für sonnige Familienflächen mit normaler bis intensiver Nutzung, ideal für Hausgärten und Spielwiesen mit direkter Sonne.
- Rasensaat Premium “Supra” Sonnen- und Halbschattenrasen: Premium-Mischung mit schattenverträglichen Gräsern für Gärten mit gemischten Lichtverhältnissen, ausdrücklich für Mähroboter empfohlen und für viele Gärten mit Baumbestand die richtige Wahl.
Eine ausführliche Gegenüberstellung beider Saatmischungen finden Sie in unserem Rasensamen-Kaufratgeber.
Werkzeug für die gleichmäßige Aussaat
Für eine gleichmäßige Verteilung des Saatguts empfehlen wir den Schleuderstreuer “Easy Green”. Das manuelle Streugerät mit einstellbarem Ausbringfenster und definierter Streuweite verteilt das Saatgut für Flächen ab etwa 50 Quadratmeter deutlich gleichmäßiger und schneller als die Verteilung per Hand. Sie nutzen den Streuwagen auch dauerhaft für die jährliche Düngung und Kalkung.
Schutz vor Vögeln: eine Deckschicht aus Rasenerde
Frisch ausgebrachtes Saatgut ist für Vögel ein gefundenes Fressen. Decken Sie es deshalb mit einer dünnen Schicht Matthies Rasenerde ab (etwa 0,5-1 cm reicht). Die Spezialerde aus hochwertigem Grünschnittkompost, Kokos und natürlichen Mineralien schützt nicht nur vor Vogelfraß, sondern verbessert auch die Bodenstruktur, stabilisiert den pH-Wert und fördert das Wurzelwachstum Ihrer jungen Keimlinge.

Was Sie beim Rollrasen-Weg brauchen
Wenn Sie sich für den Rollrasen-Weg entscheiden, wählen Sie zunächst die passende Sorte für Ihren Garten. Unsere drei Rollrasen-Mischungen sind auf unterschiedliche Nutzungen und Standorte abgestimmt. Die ausführliche Verlegeanleitung mit allen Schritten finden Sie auf unserer Website. Hier zeigen wir Ihnen, welche Sorte zu welchem Garten passt und welches Werkzeug Sie zusätzlich brauchen.
Die passende Rollrasen-Sorte für Ihren Garten
- Spiel- und Freizeitrasen RSM 2.3 (der Familienheld): Belastbarer, feinblättriger Universalrasen für sonnige Hausgärten und ganz normale Familienflächen, mit hoher Narbendichte und dunkelgrüner Farbe.
- Sportrasen RSM 3.1 (robuster Prachtkerl): Besonders strapazierfähig mit hoher Verwurzelung und extra hoher Scherfestigkeit, ideal für Gärten mit fußballbegeisterten Kindern oder einem aktiven Hund, der die gleichen Bahnen läuft.
- Premium Supra Rollrasen (UNSER BESTER): Sonnen- und schattenverträgliche Premium-Mischung mit besonders dichter Narbe und frisch-hellgrünem Farbton, ausdrücklich für Mähroboter empfohlen und für viele Hamburger Stadtgärten mit gemischten Lichtverhältnissen die beste Wahl.
Werkzeug für die Verlegung
- Rasenmesser: Wellenschliffmesser für den exakten Zuschnitt der Soden bei Ecken, Rundungen und Anschlusskanten, erhältlich als Profi-Version für die exakte Arbeit und als Standard-Ausführung für die gelegentliche Anwendung.
- Rasensodenschneider (Mietgerät): Praktisch, wenn vor der Neuanlage zunächst Altrasen abgetragen werden muss; auf telefonische Anfrage bei uns erhältlich.
- Handrasenwalze (Mietgerät): Drückt die frisch verlegten Soden gleichmäßig an den Boden, sodass die Wurzeln optimalen Kontakt zum Erdreich bekommen, online wochenweise buchbar.
Schutz vor Vögeln: eine Deckschicht aus Rasenerde
Frisch ausgebrachtes Saatgut ist für Vögel ein gefundenes Fressen. Decken Sie es deshalb mit einer dünnen Schicht Matthies Rasenerde ab (etwa 0,5-1 cm reicht). Die Spezialerde aus hochwertigem Grünschnittkompost, Kokos und natürlichen Mineralien schützt nicht nur vor Vogelfraß, sondern verbessert auch die Bodenstruktur, stabilisiert den pH-Wert und fördert das Wurzelwachstum Ihrer jungen Keimlinge.
Nützliches Zubehör für beide Wege
Egal ob Sie säen oder Rollrasen verlegen lassen: In der Anwuchsphase ist die richtige Bewässerung entscheidend für das Ergebnis. Zwei kleine Helfer machen genau diese Phase deutlich einfacher.
- Rasensprenger: Unkomplizierter, robuster und langlebiger Regner für die gleichmäßige Bewässerung der Anwuchsphase und später im Sommer bei längeren Trockenperioden.
- Regenmesser: Hilft Ihnen einzuschätzen, ob Sie genug oder zu viel gewässert haben, und nimmt das Rätselraten aus der Anwuchsbewässerung.
Bodenvorbereitung: Diese Produkte brauchen Sie für beide Wege
Egal ob Sie säen oder Rollrasen verlegen lassen: die Bodenvorbereitung ist in beiden Fällen entscheidend für das Ergebnis. Die folgenden drei Produkte aus unserem Sortiment unterstützen den Boden in seiner Funktion als Nährboden für den künftigen Rasen. Welche Mengen und Zeitpunkte für die Anwendung gelten, lesen Sie auf den Produktseiten oder in unserer Bodenvorbereitungs-Anleitung.

Matthies Profikalk
Bringt einen zu sauren Boden wieder ins Gleichgewicht, damit Ihr Rasen die ausgebrachten Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann.
Gekörnter Spezialkalk mit Magnesium, der durch eine hohe Löslichkeit den pH-Wert zügig korrigiert. Wir empfehlen einen pH-Schnelltest vor der Neuanlage und gegebenenfalls eine Kalkung. Rufen Sie uns an, wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Boden Kalk braucht.

Matthies Bodenaktiv
Belebt den Boden und sorgt dafür, dass er Wasser und Nährstoffe besser speichern kann.
Gekörnter Bodenhilfsstoff mit Humus, Kohlenstoff, Kieselgur, Zeolith und Spurenelementen. Aktiviert das Bodenleben, verbessert die Bodenstruktur und erhöht die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität. Besonders bei Neuanlagen sinnvoll, weil der frisch bearbeitete Boden seine biologische Aktivität erst aufbauen muss.

Matthies Rasendünger
Versorgt Ihren Rasen vom ersten Tag an mit allen Nährstoffen, die er für einen kräftigen Start braucht.
Organisch-mineralischer Mehrnährstoffdünger nach eigenem Familienrezept. Vereint die schnelle Wirkung mineralischer Dünger mit der langfristigen Bodenverbesserung organischer Dünger. Sichtbare Ergebnisse innerhalb weniger Tage. Bei der Neuanlage ist eine Grundversorgung mit Rasendünger vor dem Säen beziehungsweise Verlegen wichtig, damit Saatgut und Sode optimal starten können.
Optional bei einer Rollrasenverlegung: Maulwurfschutzgewebe
Bei Neuanlagen lohnt es sich, einmal nachzudenken, ob ein Maulwurfschutzgewebe sinnvoll ist. Wer einmal erlebt hat, wie ein Maulwurf den Rasen in wenigen Tagen mit Erdhügeln durchsetzt, weiß: dieser ärgert.
Vorbeugen ist viel günstiger und einfacher als nachträglich herumdoktern.
Das Maulwurfschutzgewebe wird vor dem Verlegen direkt auf das Feinplanum gelegt. Es verhindert dauerhaft, dass Maulwürfe an die Oberfläche kommen, und unterbricht zusätzlich den Zyklus von Engerlingen.
Häufige Fragen zur Entscheidung
Was ist günstiger: Rollrasen oder Rasensaat?
Pro Quadratmeter ist Rasensaat deutlich günstiger als Rollrasen, oft um den Faktor 5 bis 10 in den reinen Materialkosten. Bei kleinen Flächen ist der absolute Unterschied überschaubar. Bei großen Flächen (ab etwa 200 Quadratmeter) macht der Kostenunterschied schnell mehrere hundert Euro aus. Berechnen Sie für Ihre konkrete Fläche immer beide Varianten, bevor Sie sich entscheiden.
Wie lange dauert es bei beiden Methoden, bis der Rasen voll nutzbar ist?
Rollrasen ist nach wenigen Wochen voll belastbar. Bei Rasensaat dauert es mehrere Monate, bis der Rasen für intensives Spielen, Hundebewegung oder Möbelaufstellung wirklich bereit ist. Wer im Frühjahr sät, kann den Rasen meist im Spätsommer entspannt nutzen.
Kann ich Rollrasen das ganze Jahr über verlegen lassen?
Grundsätzlich ja. Rollrasen kann nahezu ganzjährig verlegt werden, ausgenommen bei dauerhaftem Frost oder Starkregen. Auch im Winter ist die Verlegung möglich, solange der Boden bearbeitbar ist. Rasensaat dagegen funktioniert verlässlich nur im Frühjahr und im Spätsommer bis Frühherbst.
Welche Methode ist familienfreundlicher mit Kindern und Hunden?
In aller Regel Rollrasen. Die kurze Anwuchsphase und die schnelle Belastbarkeit machen Rollrasen für Familien mit kleinen Kindern oder Hunden meistens zur besseren Wahl. Bei Rasensaat müssen Kinder und Hunde mehrere Monate von der Fläche ferngehalten werden, sonst zerstören sie die jungen Keimlinge.
Kann ich beide Methoden kombinieren?
Ja, das funktioniert. Manche Kunden verlegen Rollrasen in den stark genutzten Bereichen (Spielwiese, Vorgarten, Hauptliegeflächen) und säen die weniger frequentierten Bereiche ein. Das senkt die Gesamtkosten und kombiniert die Vorteile beider Wege. Wichtig: beide Bereiche müssen zur gleichen Sorte oder zumindest zu ähnlichen Mischungen passen, sonst sieht der Übergang unruhig aus.
Was, wenn ich mich noch nicht entscheiden kann?
Rufen Sie uns an. In einem zehnminütigen Gespräch über Ihre Fläche, Ihr Zeitfenster und Ihr Budget können wir meist klar sagen, welcher Weg in Ihrem konkreten Fall sinnvoller ist. Diese Beratung ist kostenlos und unverbindlich. Sie erreichen uns unter 040 - 80 60 76 890.
Brauchen Sie eine konkrete Empfehlung für Ihren Garten?
Jeder Garten ist anders. Wenn Sie nach diesem Leitfaden noch unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Beschreiben Sie uns Ihre Fläche, Ihr Zeitfenster und Ihr Budget, und wir empfehlen Ihnen den passenden Weg samt der dazugehörigen Produkte. Sie erreichen uns telefonisch unter 040 - 80 60 76 890 oder per E-Mail über das Kontaktformular auf unserer Website. Das komplette Sortiment an Rollrasen, Rasensaat und Zubehör finden Sie in unserem Shop.
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